100 Absagen, ein Reisebüro

Shownotes

Ihre Kindheit verbrachte sie teilweise in Kenia und im Iran, später bereiste sie die Welt mit dem Rucksack und führte 18 Jahre lang ein Hotel in Zermatt.

Schon als Kind wollte sie Flight Attendant werden – und erfüllte sich diesen Traum tatsächlich. Nach über 100 erfolglosen Bewerbungen wagte sie 2013 den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete Contemporary Travel. Heute ist ihr Reisebüro so gut ausgelastet, dass sie darüber nachdenkt, keine Neukunden mehr anzunehmen.

Im «Travel News Talk» spricht sie über ihren ungewöhnlichen Werdegang, ihre Leidenschaft für persönlich begleitete Gruppenreisen und den wachsenden Druck auf Reisebüros. Und sie verrät, was sie tun würde, wenn sie ihr Reisebüro morgen schliessen müsste.

Zum Artikel: «Zu Beginn buchten nicht einmal meine Freunde bei mir»

Sound: Colado

Anregungen, Fragen und Kritik an redaktion@travelnews.ch

Transkript anzeigen

00:00:10: Hallo miteinander, das ist die neueste Ausgabe vom TravelNews-Tag.

00:00:16: Ich bin Reto Souter, Chefredaktor von TravelNews.

00:00:20: Heute ist eine Frau im Podcast-Gast mit einem sehr bewegten Leben in Afrika über den Iran auf Spanien – von ganz viel Zeit im Flugzeug über den Wolken bis auf Zermatt und dort auf Däliken im Zürich-Underland ist es gegangen.

00:00:36: Vor dreizehn Jahren hat sie unter dem Namen Contemporary Travel ein eigenes Reisebüro gegründet, das sie bis heute erfolgreich führt.

00:00:44: Herzlich willkommen im Tag Beatrice Binner!

00:00:48: Danke, dass ich kommen darf.

00:00:50: Beatrice, dein Reisebüros hat kürzlich die hundertste Fünfsternbewertung bekommen.

00:00:56: Hand aufs Herz.

00:00:57: Liz ist immer noch jeden einzelnen Kommentar, der eingeht?

00:01:01: Jede einzelne und jede einzelne tue ich persönlich.

00:01:04: beantworte, verdanken.

00:01:06: Was bedeutet dir die Marke persönlich?

00:01:09: hundert-feufsternbewertungen?

00:01:12: Ja das bin ich!

00:01:13: Ich mache alles persönlich.

00:01:15: Mein Reisenbüro hat die nötige IT-Infrastruktur, wo man das Minimum haben muss oder auch das, was wir haben müssen.

00:01:26: Meine Kunden wissen, dass ich mit ihnen persönlich umgegangen bin.

00:01:30: Jede Buchung schaue ich immer neu wieder an.

00:01:35: Es gibt eigentlich keine vorgefertigten Reise, die ich gerade so wiederhole.

00:01:39: Ich schaute immer, wer der Kunde ist und was für ein Alter das ist.

00:01:43: Und dann mache ich ziemlich alles Taylor-Made.

00:01:46: Du schickst nicht nur Kunden auf Reisen, sondern bist auch selber regelmäßig unterwegs als Reiselleiterein ... Im September bist du von einer Gruppe Reise zu Ganda zurückgekommen.

00:01:57: Was war der stärkste Moment auf dieser Reise?

00:02:00: Ja, es waren die Panzer und vor allem das Gorilla-Trakking.

00:02:04: Das ist wahnsinnig.

00:02:05: Wir haben eine Sechzehn- bis sechzehntes Gesandte.

00:02:07: Da dürfen wir am Gorilla sitzen und einfach in den Augen schauen.

00:02:14: Und sie sind so friedlich.

00:02:15: Dann sieht man den ganzen Frieden.

00:02:18: So den inneren Frieden, wo man sich wünscht!

00:02:20: Wie gruselig war die Gruppe, mit der du unterwegs warst?

00:02:23: Ich war zu acht unterwegs.

00:02:25: Es war eine super Gruppe.

00:02:27: Der älteste war in den Einen und Dachzeigen.

00:02:29: Und sein Herz schaffte es ab ca.

00:02:32: forty-fünf Prozent.

00:02:34: Er kam fünf Stunden auf das Chimpanzentracken und aufs Gorillatracking.

00:02:39: Er machte alles.

00:02:41: Wieso berührt er auch?

00:02:44: Jeden in der Gruppe hatte ich mit jedem Verstanden viel Singles, aber auch zwei Perlen.

00:02:49: Wie geht es mit dieser Verantwortung um, die dann gleich ist?

00:02:52: Ich sage gerade auch, wenn Eltern dabei sind und gesundheitlich nicht mehr top-top unterwegs sind.

00:02:57: Ja wie geht es an das hin?

00:02:59: Also ich schicke immer ein Notfallformular für jeden Kunde, der bei mir bucht.

00:03:06: Es ist freiwillig, die meisten fühlen zu aus.

00:03:08: Dann habe ich schon mal alle Kontaktarten, Krankenkassen etc.

00:03:12: Und ich bitte einmal darum, dass Sie Ihre Kärtel von den Versicherungen mitnehmen.

00:03:18: Selber gehe ich einfach vom guten Aus.

00:03:20: Ich habe ein wenig Glück im Hosen-Sorg, weil man es herzlich flodert.

00:03:25: Wieso ist es dir wichtig, selber auf diesen Reisen dabei zu sein und die Reise durchzuführen?

00:03:30: Ja, weil dann kann ich wieder mit den Menschen sein, die ich gerne habe.

00:03:34: Ich bin ein Menschefreund und ich bin immer fasziniert von diesen Individuen.

00:03:39: Es ist mir gleiche Wellenmalter.

00:03:41: Das sind so spannende Menschen und wenn wir fast zwei Wochen mit diesen Leuten ... und praktisch rund um die Uhr zusammen sein.

00:03:49: Das ist so eine Erfüllung für mich.

00:03:52: Ich lerne auch viel, weil ich jetzt wirklich ein Reisebüro tante bin.

00:03:57: Und ich weiss bei technischen Pfeifen.

00:04:00: Ich freue mich immer so, wenn mir etwas anderes aus seinem Leben erzählt, dass es mich so bereichert.

00:04:06: Ja, darum mache ich das nächste Jahr noch als Gruppe mehr!

00:04:12: Also voraussichtlich habe ich eine ist schon fix drin, für ihn ist Schlappland.

00:04:15: Die zweite ist so zu... ...achtzig Prozent drin.

00:04:18: Das gibt einen Royal Clipper-Sagleturn nochmal.

00:04:22: Die haben auch alle so Freude gehabt und ich denke es gibt noch ein Mekong River Cruise.

00:04:29: Jetzt hast du vorhin gesagt, dass man diese Konstellation super war auf der Nuganda-Rise?

00:04:33: Hast du das auch schon mal erlebt, dass vielleicht etwas Spannungen gegeben hat oder dass nicht alles so rundgelaufen ist?

00:04:38: oder bist eigentlich meistens glimpflich davon gekommen wenn wir dem so sagen

00:04:42: können?

00:04:42: Erstens, ich mache immer einen Kennenlern-Aper oder sogar ein Abegassen.

00:04:46: Das mache ich bei mir daheim und das waren letztes Mal bis zum Jahr ... Ja, die waren vierundzwanzig Leute.

00:04:52: Da habe ich also relativ viele Küche gebacken und gekocht und gemacht.

00:04:57: Ich mache aber gerne für meine Kunden.

00:04:59: Dann lernen sie sich schon mal kennen.

00:05:01: Aber ich weiss eigentlich schon in der Anmeldung, sehe ich schon etwas und kann mich sehr gut dann auf die verschiedenen Charakteren einstellen.

00:05:09: Und ich bin eine, die gut ist Ausgleichen, Matchen motivieren.

00:05:14: Und auf dem letzten Gruppenreis habe ich gesagt, keine negativen News vorlesen, irgendwo aus der Zeitung oder so.

00:05:22: Alles nur positiv und es haben sich alle daran gehalten und alle sind begeistert

00:05:25: gewesen.".

00:05:30: Du reist nicht nur in Afrika, sondern du hast als Kind auch einmal dort gelebt?

00:05:35: Nimm uns mit in die Zeit!

00:05:36: Wie war das?

00:05:38: Ja, das war super schön.

00:05:41: Mein Vater hat ... Wir haben wirklich im Bus geschossen.

00:05:45: Wo

00:05:47: war das genau?

00:05:48: In Nanjuki, beim Equator.

00:05:50: Meine Schwester fang an in einer Boarding-School-Internat.

00:05:58: Mein Bruder und ich sind in der Englisch-Tagesschule.

00:06:03: Dann ging ich später auch ins Internat.

00:06:06: Dann kamen wir alle zwei Wochen nach Hause.

00:06:08: Dann ist ein Fahrer gekommen, er hat uns abgeholt ... Das war super.

00:06:13: Wir lebten wirklich mit der Natur und dem Tier.

00:06:16: Was hat dein Vater gearbeitet?

00:06:18: Er ist Hoch- und Tiefbautechniker, ein Ingenieur.

00:06:22: Dort war er im Straßenbau in Iran Staudam.

00:06:26: Du sprichst schon an.

00:06:28: Nach Afrika ging es in Iran.

00:06:30: Was steht daran für Erinnerungen?

00:06:32: Dort wohnen wir total in den Pampas.

00:06:36: In der Nähe einer Oasestadt stellte sich das Camp auf.

00:06:40: Österreich ... Deutschland, die Schweiz.

00:06:43: Und jede Familie hatte das gleiche Häuschen und wir hatten einen österreichischen Lehrer.

00:06:48: Also habe ich die österreichische Geografie gelernt, nicht Schweizer.

00:06:52: Eines Klassenzimmer war ich in der dritten Klasse, meine Brüder waren zweit, meine Schwester waren vierte.

00:06:58: Wir hatten nur zwei Stunden Schule, Deutsch und Mathe.

00:07:02: Ja, nein, die Geografien haben wir auch gehabt.

00:07:05: Genau, wenn ich zurückkomme, bin ich in den Schweiz, habe ich dann etwas Mühe gehabt.

00:07:10: Wie konntest du das aufsaugen?

00:07:13: Zuerst Afrika, Iran und die Kulturen.

00:07:16: Du sagst gleich, man geht in internationalen Schulen.

00:07:19: Wie viel kommt man von den Einheimischen mit über?

00:07:22: Auch sprachlich kulturell?

00:07:25: In Afrika waren wir im Busch rausgekommen.

00:07:29: Wir hatten Haushaltshilfe.

00:07:32: Sie treibten meinen Bruder auf dem Rücken um, wie die Afrikaner das so machen.

00:07:38: Ja, wir haben das Hohengrapp vor der Haustür geschlachtet.

00:07:42: Wir haben einfach ganz einfach gelebt!

00:07:46: Das, was es gegeben hat, geht nicht mehr.

00:07:49: Und das ist auch das, was mir sehr schwer gefallen ist durch die Schweiz.

00:07:53: Ich war gar nicht gewöhnt irgendwie.

00:07:57: Ich musste es wieder lernen.

00:07:59: Ich habe nur in drei Klassen ein halbes Jahr gemacht und bin dann nicht in vier Klasse gekommen.

00:08:04: Da hat man fast ein Jahr gefehlt ... Da hatte ich einen Schulstuhl.

00:08:08: Dann haben sie mir immer Negerli gesagt, die Schwarzkohle

00:08:11: war aber schwarz.

00:08:11: Das darf

00:08:13: man damals noch so sagen.

00:08:15: Weissblondkohler aber schwarze und zähre.

00:08:18: Ganz naiv, nur mit den Hunden und den Tieren gelebt.

00:08:21: Nicht so gewusst, wer Elvis Presley ist oder so.

00:08:25: Wie fest hat dich diese Zeit im Ausland prägt für dein Leben, das nachher

00:08:31: kam?

00:08:31: Ganz tief in meinem Herzen.

00:08:32: Für mich ist Luxus angenehm, ich finde es immer ein schönes Zimmer auf einem schönen Kabinen.

00:08:39: Aber ich bin eigentlich einen ganz einfachen Mensch und kann gerne einfache Essen essen.

00:08:44: Nicht Chikimiki ... aber ich lege sehr viel Wert auf die Qualität der Entschleistung.

00:08:50: Mit wie alt bist du dann zurück in die Schweiz gekommen?

00:08:53: Ich überlege mit zwölf Jahren.

00:08:56: Und dann war bald einmal klar, vielleicht auch durch die Einflüsse aus dem Ausland, dass Reisen könnte etwas sein, das beruflich für dich passt.

00:09:05: Oder wie ging es denn weiter?

00:09:06: Ja also ich weiss das schon seit dem Kindergarten.

00:09:09: Ich habe immer gesagt, ich möchte gerne Hostess werden und mein Gespäntel ist, er will ein Pilot werden.

00:09:16: Wir sind quer betucht durch die ganze Schule und haben immer gesagt er wird Pilot und ich hostess.

00:09:21: Und das wurde ich nachher.

00:09:23: Einen Tag haben wir im Ops am Flughafen getroffen, und dann war ich ein Pistol-Jetz-Bilot.

00:09:29: Dann hat er gesagt ... Ja!

00:09:31: Sennsatz oder nicht?

00:09:32: Nein, man sagte immer, dass wir dann heiraten, aber wir waren schon beide von heiraten.

00:09:36: Ah gut, alles hat dem doch nicht ganz fast von den Flänen geschmiedet.

00:09:40: Aber es ist beruflich gleich.

00:09:42: Kommen wir noch dazu zum Thema Flight Attendant.

00:09:46: Aber die Lehre hast du auch bei Interhome gemacht.

00:09:49: Genau.

00:09:50: Ganz lässig mit Bruno Franzen.

00:09:53: Damals war damals ein Pionier, eine Grösse in der Reisefranche.

00:09:57: Papierloses Büro und alles auf den Computer.

00:10:00: Der hat uns auch alles von dem Büro-Tisch vorgerührt, wenn die Papiere draufgelegt sind.

00:10:05: Ja, supermensch!

00:10:07: Das hat mich sehr prägt, ganz klar so wie ich heute arbeite.

00:10:11: Was hattest du in deinem beruflichen Rucksack in dieser Zeit gepackt?

00:10:14: Du hast schon zwei bis drei Sachen angesprochen.

00:10:17: Aber was hilft dir jetzt vielleicht auch heute ... was du schon gelernt hast?

00:10:21: Ja, wir haben immer die Klarheit gefallen von Bruno Franzen.

00:10:26: Kein Schneckschnack mit den Birkenstöcken im Büro und dann noch das Tastel der letzten Weihnachten- und Schniggi-Schnag-Idee.

00:10:36: So ein super Pult aufgeräumt.

00:10:38: Computer!

00:10:39: Und so arbeite ich heute auch.

00:10:40: Das heisst nicht, dass ich nicht auch Axis war in der Wohnung.

00:10:44: Aber zum arbeiten brauche ich absolut die Klarkeit.

00:10:48: Nachher war es auf Spanien.

00:10:51: Als nächstes?

00:10:51: Genau, dann bin ich zuerst in das Weltschein zu den Istlingen Französisch lernen und nachher arbeite ich auf Spania an Buria Brava auch noch für die Hinterholm.

00:11:01: Dann bin ich in Australien im Seeland und auf Kanada in der USA.

00:11:06: Hier habe ich schon meinen ersten Mann kennengelernt.

00:11:10: Er war später in der Schweizer Nizi für Skijakrobatik, Buckelpistenfahrer.

00:11:15: Und ich bin dann dort untergekommen als Coach und Fotografin.

00:11:18: Dann habe ich es ein paar Jahre so.

00:11:21: Darf ich die ganze Welt bereisen?

00:11:24: Alle vielleicht nicht, aber sehr viele Skigebiete in die Schweiz, Europa ... Ganz cool gesehen!

00:11:31: Du sagst, dass es sehr viel umkommt.

00:11:33: Hast du schon etwas gemerkt, dass dein Job mit der Reise schlängenfristig verbindet?

00:11:39: Dass dich das immer wird begleiten auch in Zukunft?

00:11:43: Ja, ich war einig.

00:11:44: Ich habe mich immer schwer gefühlt.

00:11:47: Die anderen müssen mir sagen, was ich mache.

00:11:50: Und ich bin dann erst sehr viel später nach der Trennung von meinem ersten Mal.

00:11:55: Dann bin ich darauf gekommen, wer ich selber bin und was ich alles möchte.

00:12:01: Und da habe ich relativ schnell bei Helveti gearbeitet, weil sie Flaitenten machen können und Skruplanung für die Kabinen und TV-Kokpit.

00:12:10: Das war eine sehr spannende und leere Zeit.

00:12:14: Und nachdem ich aber mein dritter Kind überkomme, haben sie mir leider kündend die Schwangerschaftszulaube.

00:12:22: Dann habe ich hundert Bewerbungen gemacht und nicht einmal einen Job bekommen in einer Satzteil-Lagerfirma für weiss nicht was ... Da habe ich gebrüht und gesagt mit meinem heutigen Mann, was willst du eigentlich noch?

00:12:35: Ich sagte, das ist ein Reisenbüro.

00:12:39: Das macht es einfach!

00:12:40: Dann habe ich angefangen.

00:12:42: Ein alter Laptop, ein alter Drucker und ich weiss gar nicht mehr ... Es ist unglaublich.

00:12:48: Ich habe niemanden gekannt.

00:12:49: Kein Kunde.

00:12:50: Einfach

00:12:50: angefangen!

00:12:52: Lass uns nachher noch etwas auf das eingehen.

00:12:54: Du hast jetzt doch einen rechten Teil deines Lebens ausgelassen, was dazwischen dir noch gibt?

00:12:59: Du hast schon gesagt, flight attendant.

00:13:01: Wie lange bist du dort geflogen und mit wem warst du unterwegs?

00:13:05: Ich bin ja noch Swissair, also fünf Jahre alt.

00:13:08: Ich hatte die grossen Flüger und war überall in Rio, Bangkok, Hongkong, Tokio, Afrika.

00:13:19: Das hat mir sehr gut gefallen.

00:13:21: Eine erfüllende Zeit für

00:13:22: dich?

00:13:22: Für mich schon.

00:13:23: Ich habe viele Business-Klasse Geli und Kabinen gemacht.

00:13:27: Ein schöner Service, einmal mehr.

00:13:29: Das mache ich einfach gerne!

00:13:32: Ich bedurige, dass das heute wie nichts mehr wert ist.

00:13:35: Aber das ist vielleicht nur meine Generation.

00:13:38: Wenn man die Jungen fragen würde, würde ich sie sagen, es brauche ich nicht.

00:13:41: Ich finde es sehr schön!

00:13:43: Und dann hast du doch ein Zeitlichtstermot

00:13:46: geletzt?

00:13:46: Ja, dann bin ich eigentlich mit dem ersten Mal ... Da habe ich fast zwanzig Jahre zusammen ... zehn Jahre habe ich das Hotel geführt.

00:13:54: Mit vierzehnzig Personen und hundert Betten genau.

00:14:00: Ja, ich rede für ihre Sprache.

00:14:03: Darum nahm es mich nachher auch hart, dass ich zu Zürich gar keinen Job fände.

00:14:08: Was hat die Totellerie gelehrt?

00:14:10: Wo er jetzt eben nachher bei der Gründung des eigenen Reisebüro Kulfen hat oder immer noch hilft?

00:14:17: Auch diese Klarheit, die man braucht.

00:14:21: Organisation muss ja wissen ... einen Explorer aufsetzt, wie man eine Tagesstruktur hat.

00:14:29: Wie man mit Personal oder ich sage immer Mitarbeiter, damit man ein Team umgeht.

00:14:36: Das kann ich heute brauchen.

00:14:37: Ich habe zwei Studentinnen und Freelands.

00:14:40: Und das ist hervorragend!

00:14:42: Ich führe das wirklich glabswohl.

00:14:46: Wie fest bist du heute noch mit Zermatt verbunden?

00:14:49: Ja, ich bin seitlich lang fast alle zwei Wochen auf.

00:14:53: Und jetzt geht es an die Umbruchphase.

00:14:55: Ich werde dann wahrscheinlich mein Leben wieder so organisieren, dass ich in Teilen hier unten bin.

00:15:00: So zwei bis drei Wochen da.

00:15:01: Dann werde ich wieder zwei Wochen hier oben arbeiten und leben.

00:15:05: Und natürlich meine Reise machen ... Das wird jetzt noch ein bisschen strukturiert.

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00:15:37: Du hast von der Gründung des Reisebüroes im Jahr die Zeit für den Rennen erzählt, wie viel Mut es schlussendlich braucht als Quereinsteiger.

00:15:47: Ich setze darauf und ich probiere das.

00:15:51: Ja, also ich habe mir einfach das Minimum aufgesetzt.

00:15:54: Damals noch ohne Garantie, weil ich das Geld nicht hatte und mein Mann hat mich extrem druppen gestärkt.

00:16:01: Er sagte, es kann gar nichts passieren.

00:16:04: Das können wir alles abdecken.

00:16:06: Du kannst null Franken verdienen oder hundert Franken.

00:16:09: Ich erinnere mich an eine Gucker-Seelung.

00:16:11: Da war meine Buchhalter damals gesagt.

00:16:14: Hunderttausend Franken Umsatz hast du dann sehr schnell.

00:16:18: Ich dachte, ich kann es mir nicht vorstellen.

00:16:19: Ich weiss nicht, wie ich das mache.

00:16:21: Heute ist das einfach top!

00:16:25: Wie ist ein Anklopfen konkret in den ersten Monaten?

00:16:28: Sind die Buchungen relativ schnell reinkommen oder war es etwas hart, bis man so richtig ins Rollen kam?

00:16:34: Nein, das war schon hart, weil ich zu Hause geschafft habe und finde, die Leute sind wahrscheinlich nicht so glatt.

00:16:40: Sie gehen schon nie bei ihnen.

00:16:41: So eine kleine Filiale oder so ... B. hat meine eigene Familie nicht bei mir gebraucht und alle Verwandten und Freunde nicht.

00:16:49: Die haben gedacht, zuerst schauen wir mal was sie macht!

00:16:51: Hatten alle das Gefühl gehabt, zu schauen, bevor

00:16:54: man das Risiko

00:16:55: nimmt?

00:16:55: Nein ich war

00:16:56: ein bisschen alleine auf weiter Flur.

00:16:58: Ich hatte relativ gereicht mich Orly Sunder von Hoppa Gleudt und Klaus Holzmann des Dark Clippers auf dem Studiereis mitgenommen.

00:17:08: Und die verkaufe ich übrigens heute am besten... Dass sie mich mit Nullumsatz, einem No-Name im Heifischbäckchen von Zürich mitgenommen haben und auf mich gesetzt.

00:17:22: Es hat einfach geklappt.

00:17:24: Ich habe schnell mal ein Star-Clippers-Gruppe-Reis gemacht.

00:17:29: Mit fünf oder zehn Leuten habe ich es irgendwie geschafft.

00:17:32: Magst du noch die allererste Buchung erinnern?

00:17:35: Eben nicht, ich bin gerade aufs Studierende.

00:17:38: Aber irgendwann ist das ein oder so... Der Nachbar

00:17:41: wahrscheinlich, einen Nachbarsaal.

00:17:43: Irgendwann war der Bodefair und ging zum FDI.

00:17:46: Denn dort musste man keine Guarantie haben.

00:17:50: Dann habe ich zuerst noch etwas darauf geschaut.

00:17:52: Und dem habe ich dann auch noch gelitten.

00:17:54: Ich hatte das Gefühl, das könnte funktionieren.

00:17:57: Ich glaube, dass ich auf einem richtigen Weg

00:18:00: bin?

00:18:00: Das dann schnell einmal, weil wir gesehen haben, da verlieren wir nichts.

00:18:05: Ich habe immer gesagt, ich höre erst auf, wenn mir mein Mann oder der Buchhalter sagt, so geht es dort.

00:18:13: Und dann ist es steil per Gaufjahr für Jahre?

00:18:16: Hast du immer gemerkt, noch mehr und mehr?

00:18:19: Wie muss man das

00:18:19: machen?

00:18:20: Es ist vielleicht nicht steil, aber es ging immer schön aufwärts.

00:18:24: Dann kam auch mal Corona an.

00:18:27: Das war ein Rückschlag für mich.

00:18:29: Ich bekam aber auch eine Unterstützung.

00:18:34: auch über diese Zeit zu retten.

00:18:38: Mein Mann sagte immer, dass wir nicht sterben.

00:18:39: Das Reisenbüro, du bist ein Erfolgsnummer, fertig geschlossen!

00:18:44: Und ich dachte dann, gut, wir machen das alles, damit es nicht Schluss ist und nachher können sie gleich wieder greifen.

00:18:51: Ja... Das ist schön.

00:18:56: Wenn man heute schaut, Herbst, April, September, August ... Wie bist Du aufgestellt?

00:19:00: Wie zufrieden bist?

00:19:01: Was läuft?

00:19:02: Ich bin extrem zufrieden.

00:19:04: Ich habe nur lässige Kunden und Leute, die zu mir passen.

00:19:07: Und ich glaube, ich nehme niemandem etwas weg.

00:19:10: Es finden diese Leute einen Weg zu mir, der es gut findet, wie ich arbeiten kann.

00:19:17: Es wird sehr geschätzt, offensichtlich!

00:19:19: Du hast schon etwas angetönt, oder wir haben vorhin darüber gesprochen.

00:19:22: Uganda?

00:19:23: Fini-Schlappland?

00:19:24: Was sind sonst deine Kernprodukte auch, die häufig bei dir gebraucht werden, wo du vielleicht auch so einen Spezialisten entwickelt hast?

00:19:34: Grundsätzlich mache ich alles gerne in der ganzen Welt und ich bin sehr viel kreis in meinem Leben.

00:19:41: Was ich mich sicher spezialisiert habe ist auf Kruses, also Kreuzfahrten ... Vor allem aber auf die kleineren Schiffe und die Luxusschiffe.

00:19:52: Persönlich bin ich nicht so gerne die grösseren oder die grossen, aber ich habe mit allen einen Vertrag.

00:19:59: Ich weiss, wo ich diese kann buchen zumindest.

00:20:01: Wenn jemand das wünscht, dann macht es einfach ab.

00:20:04: Es gibt sicher nie ein Inserat oder Newsletter für die grosse.

00:20:09: Das ist jetzt nicht mein.

00:20:10: Dann bin ich sicher sehr stark in Afrika, weil ich mich gut auskenne ... Aber ich habe auch ganz viele andere Destinationen.

00:20:20: Also die Reiseprogramme schreibe ich eigentlich immer für mich im Excel zusammen aus dem Buch, aus meinem Wissen.

00:20:27: Ich brauche keine Keine und nichts.

00:20:30: Ich habe nur mich selber.

00:20:31: Und ich schreiber für diese Leute Programme.

00:20:33: Das habe ich gestern wieder reingeschrieben.

00:20:35: Das wird heute gebucht worden.

00:20:37: Wie sehen deine Kunden aus?

00:20:40: Vom Alter her oder auch vom Background her zieht sich das wirklich quer durch.

00:20:46: Das ist ein grosser Kundenstamm, der immer die gleichen kommt.

00:20:50: Ich habe extrem viele Stammkunde und bin sehr zufrieden.

00:20:55: Und ich habe auch Junge dank der Studentinnen, die bei mir arbeiten.

00:21:01: Viele sind natürlich auch mein Alter plus minus fünfzehn Jahre

00:21:05: alt.

00:21:05: Was würdest du sagen?

00:21:06: Was kann ein gutes Reisebüro bieten, das einen Online-Plattformen oder Kais nicht bietet, die euch noch abhebt auch von den neuen Möglichkeiten der Reisen zu buchen?

00:21:18: Ja.

00:21:19: Was ich feststelle ist, dass die Leute sehr gerne zu mir ins Reisabüro an meine Kaffee- oder Weibahre kommen.

00:21:25: Als erstes präsentiere ich die Länder, sagen wir drei afrikanische Länder und sie haben ... wenn man mich in die Augen schaut und sie wahrnimmt.

00:21:36: Und wirklich zerstere ich nur erfassen.

00:21:39: Wenn ich alles erfasst habe, mache ich so ein Draft im Excel.

00:21:44: Da schreibe ich einfach alles mit, was sie mir sagen.

00:21:47: Dann lasse ich das wirken und auf diese Sinne sage ich immer, ich mache ihnen einen Gruppvorschlag.

00:21:52: Meistens bin ich schnell per du.

00:21:55: Dann läuft es und diese Leute bringen dann auch wieder neue Kunden.

00:21:59: Und das sind auch alle Leute, die sehr versiert sind.

00:22:02: Die könnten durchaus eine Reise selber buchen, schätzen aber ... Sie sagen öfters mal ja ich will diese Verantwortung nicht oder die Sicherheit vom Reisenbüro.

00:22:13: Oder eben der Service und dann ja ... Ich mache ja Concierge-Service.

00:22:17: also wenn jemand drei Monate Südamerika ist, habe ich über drei Monate jeden Hudipufferflug gecheckt und den Boarding passen um Sonntag zu Nacht weiss nicht wenn dann aufs Wurzeln geschickt.

00:22:30: Die Leute haben das auch gerne, dass sie mit mir in Kontakt sind.

00:22:32: Auch während der Reise bin ich mit allen immer in Kontakt.

00:22:35: Also eine Frage und wenn Sie noch einen Kontakt haben, ist es gut.

00:22:39: Und sonst lasse ich die Menschen selbstverständlich in Ruhe.

00:22:43: Das klingt aber nicht nach nine to five, sondern du bist eigentlich das vierundzwanzigstunde Reisenbüro.

00:22:48: Macht er das nichts aus?

00:22:50: Nein, ich lebe damit.

00:22:53: Jetzt kommt dann langsam der Punkt, wo ich vielleicht auch keine Neukunde mehr habe.

00:23:00: Oder ich lehse mir aus, welche Art von Reise ich noch plane und das ist jetzt den Luxus, den ich wahrscheinlich in der nächsten Zeit

00:23:10: habe.".

00:23:10: Du bist seit mehreren Jahrzehnten im Tourismus unterwegs?

00:23:14: Was hat sich bei den Leuten, die reisen, am meisten verändert?

00:23:18: Über die Jahre warst du Flight Attendant.

00:23:21: Du hast in der Hotellerie geschaffen und jetzt ein Reisebüro.

00:23:23: Was ist das Gefühl?

00:23:24: Ist es gleich noch ähnlicher als man denken würde oder hat es schon grössere Unterschiede?

00:23:30: Ja ich muss sagen, ich bin ja selbst nicht mehr die Jüngste.

00:23:34: Und ich sage immer, ich kann es gerne persönlich.

00:23:36: Und dann sage ich ja speak for yourself.

00:23:39: also ich habe es gern persönlich und ich stelle fest ... Ich glaube, das ist zum Teil Pipi egal.

00:23:46: Ob ich ein Konzertservice mache oder nicht.

00:23:48: Und wie darf es sich nicht täuschen?

00:23:51: Kann auch schon Junge am Samstag empfangen, weil sie arbeiten mussten ... Habe ich ihnen Cappuccino und Schockegipfel serviert?

00:23:59: Das kam zuvor so verschlafen, aber nach einer Tür in den Schellenreis bei mir gebucht.

00:24:04: Ich habe schon gemerkt, die haben die schon auch gerne, wenn man sie bedient.

00:24:08: Die Generation der Eltern wurde verwandt.

00:24:11: So sehe ich es vielleicht nicht ganz falsch, wenn man die entleistet.

00:24:16: Wenn heute jetzt eine vor- und zwanzigjährige zu dir kommt und würde sagen Béha, ich möchte mein eigener Reisebüro eröffnen.

00:24:23: Was würdest du damit auf den Weg gehen?

00:24:26: Ja dann würde ich Ihnen sagen, das musst du zweimal überlegen!

00:24:30: Du stehst eigentlich mit deinem Bein.

00:24:32: Wie hast du immer im Gefängnis?

00:24:33: oder wie hast du verhaftet?

00:24:35: Was mir, wenn ich unsere Gesetzgebung hier angeschaut habe ... Für was?

00:24:40: Dass wir alles mit geratscht haben.

00:24:41: Das sogar noch wenn der Koffer nicht ankommt.

00:24:43: und da muss ich sagen, sorry, damit möchte ich nichts tun.

00:24:46: Aber ja, per Gesetz schon!

00:24:49: Ich muss sagen überlegt das ob du so am Abingwatch ins Bett gehst, mit dieser Verantwortung.

00:24:53: Weil ich muss auch sagen, dass ich eine schlaflose Nacht hatte.

00:24:58: Und weil unsere Verantwortung ist enorm gross, gerade mit den terroristischen Ereignissen im Krieg.

00:25:05: Mit Vulkaneschewulken und so weiter.

00:25:09: Also ich finde ... Das kommt bei mir postwäntend aufs Wasser.

00:25:14: Boah jetzt haben wir das!

00:25:17: Und in der Digitalisierung können die Leute schon mit mir reden?

00:25:21: Ich bin hier für meine Menschen immer nur mit wem rede ich.

00:25:25: Entsprechend suche ich mir meinen Partner aus Und wenn es noch eine Handynummer gibt, dass man relativ schnell so Lösungen kommt.

00:25:34: Dann nützt sie mich nicht bis irgendwo, weiss nicht mehr, was alles aufgestellt

00:25:38: hat.".

00:25:38: Muten wir der Reisebüro fast ein wenig zu viel zu tun mit dieser kompletten Verantwortung?

00:25:43: Also ich bin total der Meinung, ja ... Ich finde das eigentlich wirklich zuviel, weil für das kann mir eigentlich gar nicht alles gerade stehen.

00:25:54: Ich sage mir immer, ich gehe mit niemandem vorgekriegt.

00:25:56: Wenn jemand den Wotstum tun will, mache ich vorher einen Vergleich.

00:26:00: Bea, wir steuern die Schluß zu und am Schluss fange ich immer drei Sätze an, welche ich froh wäre, wenn du für mich fertig machen würdest.

00:26:07: Ein richtig guter Reiseberater muss...

00:26:11: ...gut können zulassen, empathisch sein und freue das im Job

00:26:16: haben.

00:26:17: Wenn ich morgen mein Reisebüro zutun müsste, dann würde ich...

00:26:22: Noch mehr auch Hartakel mir zulegen.

00:26:25: Ich würde eventuell noch irgendwo auf Menorca, aufs Land ausziehen zum Beispiel.

00:26:30: Einfach noch einmal, dass es keine Leute und keine Zivilisation hat.

00:26:33: Das ist vielleicht nicht gerade im Busch aber irgendwo in Europa.

00:26:36: Egal wo.

00:26:38: Ja weg von Gesetzesregeln und ja ... back to the roots!

00:26:44: Und meine nächste Reise geht auf?

00:26:47: Tanza Nia zu meiner Tochter ist Weisenhaus.

00:26:50: Sie hat einen Verein, ein Weisenhausprojekt und das tue ich sehr stark unterstützen.

00:26:55: Beatrice Beiner, danke vielmals, dass du für die Travel News Zeit genommen hast!

00:26:59: Ich wünsche dir private und beruflich alles Gute!

00:27:02: Danke Reto!

00:27:04: Und euch, danke fürs Zuhören!

00:27:06: Der nächste Travel-News-Tag gibt es heute in einer Woche.

00:27:10: Ciao miteinander!

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