Der grosse Umbau in der Reisebranche

Shownotes

Ein Jahr nach der Übernahme von Hotelplan ist die Integration bei Dertour Suisse in vollem Gang. CEO Stephanie Schulze zur Wiesch spricht im Podcast die grössten Herausforderungen der vergangenen Monate. Dazu gehören der Abbau von 250 Stellen und mehrere prominente Abgänge.

Gleichzeitig sieht sie deutliche Fortschritte beim Zusammenwachsen der Teams und bei der Systemmigration. Auch wirtschaftlich seien erste Skaleneffekte spürbar. Im Gespräch erklärt Schulze zur Wiesch zudem, weshalb Hotelplan und Kuoni langfristig die beiden «Hero Brands» bleiben sollen. Und sie verrät, was dieses intensive Jahr mit ihrem eigenen Führungsstil gemacht hat.

Zum Artikel: «Wenn sich ein Unternehmen verändert, gehören Abgänge dazu»

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00:00:10:

00:00:11: Hallo miteinander, das ist die neueste Ausgabe vom TravelNews-Tag.

00:00:16: Ich bin Reto Souter, Chefredakteur von TravelNews und heute am Hauptsitz der Tour Swiss in den Chefetagen.

00:00:24: Ein bisschen mehr als ein Jahr ist es jetzt her, seit der Tour die Migratochter Hotelplan offiziell übernommen hat.

00:00:32: Zeit zum ersten grossen Zwischenbilanz ziehen!

00:00:35: Das mache ich mit dem CEO dieser Tour Swiss.

00:00:39: herzlich willkommen im Podcast.

00:00:41: Stefanie Schulze Zurwisch.

00:00:43: Steffi, wenn du den nünentzwanzigsten August, den sogenannten Closing Stock gefunden hast mit heute vergleichst?

00:00:52: Was ist in diesem Jahr besser gelaufen als du vielleicht erwartet hast?

00:00:57: Also was sehr, sehr gut gelaufen ist.

00:00:59: Worüber ich mich sehr freue, ist dass sehr viele Teams schon viel schneller eng zusammengearbeitet haben als ich mir das hätte vorstellen können.

00:01:09: also aus einer intrinsischen Motivation heraus auch aus alten Bekanntschaften.

00:01:13: weil sie das gleiche Thema verbindet sind früh teams zusammen gekommen und haben zusammen gearbeitet.

00:01:20: Gibt es eine Sache, die den schnelleren Ergebnis gewünscht hat, die etwas langsamer und schleppender gelaufen sind als erhofft?

00:01:29: Ich würde gar nicht auf die Integration beziehen.

00:01:32: Das, was wir alle nicht auf dem Zettel hatten oder ich auch nicht auf das Zetteln hatte war die geopolitische Lage in der die Integration stattfindet.

00:01:42: So eine Integration an sich ist schon recht viel Arbeit!

00:01:46: Wenn es aber in einem Umfeld stattfindet, der Iran-Krise wo es geopolitische Konflikte gibt.

00:01:51: Wo die Mitarbeitenden besonders stark im Alltag gefordert sind dann beeinträchtigt das so eine Integration schon ein kleines bisschen und das hatten wir alle nicht auf dem Zettel und das hätten wir uns gewünscht dass es nicht passiert.

00:02:05: Ist stark muss man sich diese Auswirkungen vorstellen von dem Iran-konflikt auf's Geschäft einerseits aber eben auch die Integration andererseits?

00:02:13: Ja Also wir haben die Integration deswegen nicht gestorbt, sie ist weiter gelaufen und die Teams haben auch weiter viel Energie in die Integration gesteckt.

00:02:22: Gleichzeitig wurden Sie aber wie ich das gerade schon gesagt hat im Alltag sehr gefordert Und was wir festgestellt haben bei der ersten gemeinsamen Krise, die wir zu bewältigen hatten.

00:02:34: Wir haben natürlich das gemeinsame Krisenmanagement noch nicht integriert und noch nicht geprobt.

00:02:39: Das heißt, wir hatten zwei unterschiedliche Herangehensweisen, zwei unterschiedlichen Systeme – und das hat die Teams sehr stark gefordert!

00:02:47: Umso dankbarer bin ich auch, dass sie trotz der Iran-Krise, trotz Einflüsse mit denen wir nicht gerechnet haben wirklich so konsequent unterstützen bei der Integration und uns Stück für Stück als Unternehmen zusammenwachsen lassen.

00:03:09: Also es passiert ja nur weil die Teams da so viel Energie reinstecken und motiviert sind und dranbleiben und da leisten sie wirklich jeden Tag sehr sehr viel mit einer solchen Krise noch einmal mehr.

00:03:23: Also ich bin voller Anerkennung und voller Dankbarkeit dafür, dass die Teams einfach auch dranbleiben.

00:03:30: Du hast vor der Major-Verantwortung für eine deutlich grössere Unternehmen übernommen.

00:03:34: Hat es einen Moment gegeben, in dem du selber gefragt hast, ob du da vielleicht zu viel aufbürdet hast?

00:03:40: Vielleicht sogar mit einem einfach viel größeren Unternehmen?

00:03:45: Ja und nein!

00:03:47: Nein, wir haben uns natürlich nicht so viel vorgenommen.

00:03:49: Es war völlig klar dass eine Integration kein Sprint sondern ein Marathon ist.

00:03:55: und das was mich selber jeden Tag motiviert und auch stärkt... Das bin ja nicht alleine du hast jetzt gerade nach mir gefragt, sondern wir sind ein tolles Führungsteam!

00:04:05: Meine Managementboard-Kollegen.

00:04:08: also wir sind einen Superteam von Anfang an.

00:04:10: Wir machen das gemeinsam.

00:04:15: beiden Teilen der Unternehmung und das Senior-Lieder-Team wächst immer mehr zusammen, ist ein starkes Team.

00:04:23: Das heißt ich mache es ja gar kein Stück alleine sondern wir machen das alle zusammen und das motiviert sehr wenn man als Führungsmannschaft so eine Aufgabe bewältigen kann.

00:04:34: und dennoch will ich natürlich nicht kleinreden Wir haben immer wieder Momente wo wir spüren dass viel Arbeit ist.

00:04:43: Man malt sich dann vielleicht so ein wenig aus, wenn das Klosing näherkommt.

00:04:47: Wie wird das?

00:04:48: Auch einfach dein Arbeitsalltag, deinen Aufwand, dein Commitment, wo du drin bist, ist so geworden oder es noch etwas intensiver geworden als man im ersten Moment denkt, weil immer wieder eine Hürde oder einen Stein kommt, den man nicht antizipiert hat.

00:05:08: Also mit der

00:05:09: Zeit ...

00:05:10: werden die Aufgaben immer mehr.

00:05:12: Also je mehr Transparenz man hat, je tiefer man in die einzelnen Aufgabe und Prozesse und Systeme schaut, desto größer wird die Arbeit.

00:05:20: also es war jetzt nicht so dass wir mit dem Closing dann auf einmal ein Riesenbergarbeit vor uns hatten sondern da haben wir uns dann ja gemeinsam ran getastet um die Themen überhaupt erst mal angefangen gemeinsam zu analysieren und sie identifizieren.

00:05:35: dann haben wir gemeinsam die Pläne gemacht Und dann wird erst mal der Berg an Arbeit größer, weil dann klar ist was zu tun ist wie aufwendig es ist.

00:05:43: Was man tut ja und das haben wir glaube ich über alle Ebenen vom Management Team bis zu den Mitarbeitenden.

00:05:51: Haben wir gemerkt dass der Berg dann für den Moment größer wird?

00:05:54: Und das Motto, was wir allen immer vorangestellt haben – und das ist auch fast mantra-mäßig habe ich selber auch immer wieder gesagt Integrate First, Optimize Later.

00:06:08: Denn das ist menschlich!

00:06:10: Jeder versucht ja immer seine eigenen Prozesse zu optimieren und das Beste fürs Unternehmen und für die Kunden rauszuholen.

00:06:17: Wenn man aber die Aufgabe der Integration hat dann defokussiert man wenn man dann anfängt über Optimierung nachzudenken.

00:06:24: Und deswegen haben wir uns klar an das Mantra gehalten erstmal konzentrieren wir uns voll auf die Integration Und die Optimierung, die Gemeinsame machen wir dann zusammenspäter.

00:06:37: Was ist für dich persönlich die schwierigste Entscheidung in dem ersten Jahr?

00:06:43: Die schwierigsten Entscheidungen sind immer die, wenn Menschen betroffen sind.

00:06:47: Wir haben angekündigt, dass wir bis Ende des Jahres abbauen werden und hinter jeder solchen Stelle ... steckt eine Kollegin, ein Kollege, einen Mensch.

00:07:02: Und das waren die härtesten Entscheidungen und ich will auch hier nochmal betonen, dass primäre Ziel war, Doppelspurigkeiten zu beseitigen und das führt zum Stellenabbau.

00:07:13: Es ging nie darum Menschen abzubauen sondern der Stellenabbau stand im Vordergrund und gleichzeitig ist mir natürlich sehr bewusst, dass dann eine Betroffenheit bei Menschen, Kolleginnen und Kollegen entsteht.

00:07:27: Aber das war in der Tat immer die schwierigsten Entscheidungen.

00:07:34: Der Tour mit dem Hauptmarken Qoni und Hotelplan waren jahrzehntelang Konkurrenten.

00:07:40: Wie schwer ist es in der Realität, aus zwei Unternehmenskulturen eines Teams zu formen?

00:07:46: Genau wie du sagst viele Jahre waren das zum einen Wettbewerber andererseits kennen sich aber viele Kolleginnen und Kollegen ja schon seit Ewigkeiten, haben auch eine hohe Verbundenheit auf der menschlichen Ebene.

00:08:03: Insofern ist es an manchen Stellen kulturell tatsächlich sehr einfach – und gleichzeitig gibt's natürlich eine Herausforderung, die Kulturen zusammenzubringen.

00:08:15: Und das ist sicherlich der aufwendigste Teil der Integration.

00:08:20: Systeme lassen sich integrieren und zusammenführen, die IT-Landschaft und am Ende auch die Prozesse aber eine Kultur da braucht es schon mehr als nur wir ziehen zusammen und insofern legen wir großen Wert darauf immer wieder Events zu schaffen Ereignisse zu schaffen dass die Menschen sich kennenlernen dass die menschen zusammenarbeiten.

00:08:45: dort, wo heute schon die Teams eng zusammenarbeiten.

00:08:49: Da sind wir in der kulturellen Integration deutlich weiter als an den Stellen, wo die Teams aus ganz unterschiedlichen Gründen noch nicht bei Sammelsitzen, Jetzt bald ziehen wir ja dann auch endlich an einen gemeinsamen Hauptsitz und ich glaube, das wird nochmal ein ganz wichtiger nächster Meilenstein sein.

00:09:10: Dann begegnet man sich jeden Tag.

00:09:12: Dann kann man auch mal schnell am Kaffeeautomaten etwas besprechen.

00:09:17: Wir haben jetzt gerade letzte Woche einen Sommer festgemacht.

00:09:19: Das sind alles Begegnungen auf die wir großen Wert legen in Zukunft damit wir kulturell noch enger zusammenwachsen.

00:09:28: Spürst du gleich noch in gewissen Momenten mir von Hotelplan und ihr von der Tour oder umgekehrt, verschwimmt das immer mehr?

00:09:37: Ja.

00:09:37: Das verschwimmen tatsächlich immer mehr und knüpfen ein bisschen an die Frage, an die du gerade gestellt hast... Also immer dann, wenn die Teams schon gemeinsame Entscheide gefällt haben.

00:09:48: Jetzt auf einem gemeinsamen System arbeiten.

00:09:52: Gemeinsam etwas Neues kreiert haben.

00:09:54: Dann verschwimmt es immer mehr.

00:09:56: Dann ist das Gemeinsame im Vordergrund aber sicherlich gibt's auch noch viele Bereiche wo es noch unterschiedlich ist und wo noch von ihr und euch und wir und ihr gesprochen wird.

00:10:08: Das erleben wir schon.

00:10:10: Aber ich will ein paar Beispiele bringen, wo wir wirklich das Beste aus beidem und etwas Neues gemeinsam kreiert haben.

00:10:21: Wir haben jetzt gerade vor zwei Wochen die neuen gemeinsamen Anstellungsbedingungen kommuniziert.

00:10:27: Und das ist für Mitarbeitende schon auch ein Herzstück.

00:10:30: Was sind die Rahmenbedingung unter denen wir neu zusammenarbeiten?

00:10:34: Da haben wir schon immer das Biste aus beitem genommen und ein neues Gemeinsames kreieren.

00:10:40: Und ein gutes Beispiel ist das Thema Familien, was uns wichtig ist und was wir stärken wollen.

00:10:50: Bei den Familien war es eben so dass Hotelplan aus der Hotelplanwelt gab's einfach längere Elternzeit.

00:10:59: Dann haben die Hotelplan Vorlage genommen und die gilt jetzt für das neue Gemeinsame.

00:11:07: Dann bei dem Thema Flexibilität, Workation.

00:11:11: Wir wollen ja das unsere Kolleginnen und Kollegen in dieser tollen Branche, in der wir sind auch die Gelegenheit haben woanders zu arbeiten.

00:11:18: also bei diesem Workation Thema hat die DER-Tour eine längere Zeit zur Verfügung gestellt nämlich acht Wochen in der Workation möglich ist.

00:11:28: Hotelplan hatte eine total tolle Idee gehabt oder auch umgesetzt mit der Workasion Villa Und das haben jetzt beides zusammengeführt oder eine gemeinsame Personalkommission, die wir jetzt haben.

00:11:40: Die DERTO hatte keine Personalkomission Hotelplan schon und jetzt haben wir das mit einer gemeinsamen Personalkombition also bestückt sozusagen aus Mitarbeitenden von beiden ehemaligen Gesellschaften.

00:11:53: Also es gibt viele Beispiele wo wir uns angeschaut haben.

00:11:57: Das Beste aus beidem Welten.

00:11:59: Wie können wir aus dem was da ist noch etwas Gutes Gemeinsames Neues kreieren?

00:12:03: Und das passiert an vielen Stellen.

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00:12:32: Du hast im Frühling gesagt, die Hotelplan hat durch Verkaufsankündigung und die lange Unsicherheit gelitten.

00:12:39: Wo steht die Marken heute?

00:12:41: Ist sie wieder auf Erfolgskurs oder ist der aktuelle Stand?

00:12:44: Ja, tatsächlich.

00:12:46: Wie du sagst ... Die Marken von Hotelplan haben gelitten.

00:12:51: Das war früher vor vielen Jahren mit Corona genauso als Sie im Verkaufsprozess waren.

00:12:56: Das hat uns nicht überrascht und nichts Ungewöhnliches.

00:12:59: Und wo stehen wir heute?

00:13:02: Wir stabilisieren die Markensuccessive.

00:13:07: Was für mich aber viel wichtiger ist und wir haben ja jetzt in unserem, also unter einem Dach versammeln wir die starken Reisemarken der Schweiz.

00:13:17: Und unter dem Strich zählt für mich das Resultat.

00:13:22: Denn wir stellen tatsächlich fest, dass eine Hotelplanfiliale, die früher nie Helvetik oder Cooney verkauft hat – jetzt auch gerne die Veranstaltermarken der TOSVIS verkauft umgekehrt, die Kronophilialen.

00:13:37: Die sind jetzt auch froh, dass sie auch Hut der Plan verkaufen können.

00:13:41: Das heißt, jetzt vermischt sich schon so ein kleines bisschen das Buchungsvolumen und insofern schaue ich jetzt unterm Strich wie gut laufen wir?

00:13:50: Und tatsächlich abgesehen von der Iran-Krise, die wir in unseren Statistiken schon noch sehen, sind wir insbesondere auch in den letzten Wochen wieder auf sehr, sehr gutem Kurs und sind zufrieden mit dem Resultat.

00:14:05: Apropos Marken.

00:14:06: Einige in den Branchen sind skeptisch, dass es bei der Tour Swiss mit Helvetik Tours und Hotelplan zwei Marken mit einem sehr ähnlichen Zielpublikum gibt.

00:14:16: Sind da noch Anpassungen geplant oder wie sieht das aus?

00:14:19: Ja also wir haben ja jetzt die volle Transparenz und analysieren sowohl die Kundendaten als auch die Verkaufszahlen usw.

00:14:27: Und was wir feststellen ist, dass sowohl Hotelplan Kooni und Helvetik wirklich sehr, sehr unterschiedliche Kunden angesprochen haben.

00:14:37: Es gibt einen ganz geringen Überschnitt und bei den Agenten ist genau das gleiche.

00:14:43: es gibt auch unter den Agentinnen ein nicht besonders hohen Überschritt.

00:14:47: Das beweist dass jede Marke auch ihre entsprechende Zielgruppe ihren speziellen Kunden hat und das werden wir jetzt weitermachen und wir haben sehr klar kommuniziert aus voller Überzeugung, dass wir zwei ganz starke Hero-Marken hier im Schweizer Markt haben.

00:15:05: Das ist die Marke Kuhoni das ist die Marco Hotelplan und es bleibt auch also für jeden der immer mal wieder die Frage stellt was passiert mit dem Marco Hotel Plan?

00:15:13: Es ist die Hero Brand für uns.

00:15:15: sie hat neunzig Jahre Geburtstag gefeiert und wird auch weitere Neunzig jahre im Schweitzer Markt aktiv sein und hat ihre entsprechende Zielgruppe.

00:15:25: Mit der Markenfrage, also ich habe ja vorhin gesagt Integrate First Optimize Later.

00:15:31: natürlich überprüfen wir die Marken Architektur immer wieder.

00:15:35: Damit haben wir uns jetzt überhaupt nicht beschäftigt und freuen uns über jeden Kunden den wir egal über welche Marke gewinnen können.

00:15:45: Die Integration soll die sogenannten Skaleneffekt bringen, was du nach einem Jahr konkret sagen kannst.

00:15:52: Hier sind wir dank der Übernahme schon besser und effizienter geworden?

00:15:57: sehr, sehr viele Stellen an denen wir die Skaleneffekte bereits heute sehen.

00:16:01: Die auch eine Kundenrelevanz haben weil dann wird es ja besonders spannend wenn der Kunde auch was davon hat oder der Agent unser Partner etwas davon hat.

00:16:10: Wir konnten zum Beispiel das Hotelplan Portfolio deutlich ausweiten.

00:16:15: dank des großen Derturportfolios aus dem wir schöpfen können deutlich günstigere Einkaufskosten erzielen.

00:16:24: Und diese Einkaufskosten geben wir dann ja auch an den Kunden und an den Markt weiter, sodass das Preisniveau von Hotelplan jetzt bereits schon deutlich günster ist als es noch zu Beginn der Saison war.

00:16:38: Wir haben von Anfang an das Ziel gehabt, dass die Dertur IT-Landschaft als Basis benutzen Und das hat dazu geführt, dass wir die sogenannten Produktionskosten – also was eine Buchung am Ende an Kosten verursacht – deutlich reduzieren konnten.

00:16:58: Das sind sehr relevante Skaleneffekte von denen sowohl der Kunde als auch der Agent profitieren kann.

00:17:05: Die Gemeinsamtechnologische Plattform ist vor Anfang an als Schlüssel der Integration bezeichnet worden.

00:17:12: Wo steht er bei der Migration von dem System?

00:17:15: Und welches ist dabei vielleicht die grösste Baustelle?

00:17:19: Also wir sind, was unsere Pläne angeht sogar ein bisschen schneller unterwegs als wir das uns mal vorgenommen haben.

00:17:29: Wir werden ja Ende Oktober das Hit-System abschalten müssen!

00:17:35: ist dann die Vereinbarung, die wir auch mit der MIGO haben.

00:17:38: Und wir werden das auch schaffen, das System bis dahin abzuschalten.

00:17:43: und die Integration auf die DER-Tour-Systemwelt, die läuft... Die sind voll im Gange und aktuell sind.

00:17:52: zum Beispiel in den Falle Filialen finden die Schulungen für die Kolleginnen und Kollegen statt, was die neue Systemwelt angeht.

00:17:59: Neben AdCom gibt es ja dann auch Umbrella neu für die Kollegen Und wir haben jetzt Tandems aufgebaut, die damit beschäftigt sind die Altbuchungen, das neue System zu migrieren.

00:18:12: Es ist auch viel Fleischarbeit, was hier gerade getan wird und die neuen Kollegen werden auf den neuen System geschult.

00:18:19: Und immer... es funktioniert dort am allerallerbesten wo der Tourkollegin und Kollegen, die Hotelplan-Kollegen unterstützen können also wo wir's dann im Team machen können, wo dann jemand am besten daneben sitzt, wo man sofort Fragen beantworten kann ja und das ist mühsam.

00:18:38: eine Systemüberführung und ein neues System zu lernen, ist tatsächlich immer mühsam.

00:18:44: Ich habe das in meiner Karriere auch schon zweimal gemacht und ich kann mich sehr gut reinfühlen und reinversetzen wie sich die Kollegen jetzt fühlen.

00:18:55: Man ist experte im Altsystem, kennt die Prozesse aus dem FF und fühlt sich in seiner Umgebung sicher und wohl am Kunden dran.

00:19:06: Und wenn dann auf einmal ein neues System kommt und neue Prozesse von einem gefordert werden, dann ist man erst mal wieder – das hat eine Kollegin vor zwei Wochen zu mir gesagt – fühlt sich erstmal wie ein Anfänger.

00:19:18: Ich kann es so nachvollziehen.

00:19:20: Das ist menschlich!

00:19:22: Da nochmal großen Respekt und auch Dank an die Kolleginnen und Kollegen, die diesen Prozess mitgestalten und mitmachen und sich dadurch arbeiten ... Corona-Kolleginnen und Kollegen können ein Lied davon singen.

00:19:37: Die haben das ja vor vielen, vielen Jahren auch gemacht und sie sagen jetzt immer irgendwann ist alles viel besser und ist alles gut und darauf vertraue ich auch auf die Erfahrung von den Kollegen.

00:19:48: wenn man dann einmal durch ist dann fühlt sich es auch richtig gut wieder an und im Team kriegen wir das gut hin.

00:19:56: gerade Schauen wir in den Retail-Bereich.

00:19:59: Per Andi, von der Schweiz hat es zusammengezählt die Hundert und siebenen Driesig Filialen von Hotelplanern und Kroniken.

00:20:06: Wie viel sind's aktuell jetzt?

00:20:08: Und wie viele werden bis Ende Jahr noch zusammengelegt?

00:20:12: Aktuell sind es hundertevierundzwanzig Milliarden.

00:20:15: Ich möchte nochmal betonen, dass diese persönliche Beratung vor Ort ein ganz zentraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells ist und wird es auch bleiben!

00:20:26: Deswegen werden wir weiter in den stationären Vertrieb investieren.

00:20:31: Überall da, wo sich Opportunitäten ergeben, werden wir auch neue Filialen zukaufen und wie in der Vergangenheit werden wir in Zukunft laufend unser Filialnetz überprüfen.

00:20:41: Es kann zu weiteren Zusammenlegungen kommen, es kann zu Schließungen kommen aber wie gesagt wenn sich die Opportunität ergibt dann wird das sicherlich wieder zu Zukäufen kommen.

00:20:51: Ihr habt angekündigt, dass Spezialisten Market Travel House verschwinden soll.

00:20:56: Jetzt wird aber zum Beispiel die Filiale zu Zug unter dem Brand Travel House betrieben.

00:21:01: Was das zusammen ist, das nicht irgendwann Widerspruch?

00:21:06: Diese ganze Integration ... Ich glaube wir dürfen einfach nicht dogmatisch sein und es gibt jetzt diese Travel-House-Agentur

00:21:15: z.B.,

00:21:15: die Filialen, die gut etabliert dort in den Zug.

00:21:18: Die hat ihr Stammpublikum im Sinne von Integrate Firsts und Optimize Later.

00:21:25: Lassen wir die erfolgreichen Sachen oder auch Filialen, die lassen wir gerne erst mal so weiterlaufen und irgendwann wenn dann eine Modernisierung ansteht.

00:21:38: In dem Zuge würden wir dann sicherlich nochmal überprüfen ob nicht einer der Hero Brands die bessere Brand wäre aber für den Moment Sehen wir da gar keinen Handlungsbedarf und konzentrieren uns jetzt auf die Themen, die wirklich notwendig und dringlich sind.

00:21:53: Und das was erfolgreich läuft, das läuft jetzt sehr gerne erfolgreich weiter.

00:21:58: Beim Closing ist ein Führungsteam präsentiert worden, welches jetzt zu der Hälfte aus Hotelplan und Dertur-Lüten bestanden hat.

00:22:06: Seitdem haben mehrere bekannte Führungskräfte zum Unternehmen verlassen.

00:22:10: Haben er mehr noch verloren?

00:22:13: Also ihr Lieb war in den letzten zwölf Monaten.

00:22:16: Also es haben sehr geschätzte Kolleginnen und Kollegen das Unternehmen verlassen auf beiden Seiten.

00:22:24: Und ich denke, es ist ein Stück normal wenn ein Unternehmen sich verändert, wenn Prozesse sich verändern, wenn Teamzusammensetzung sich verendern dann ist es immer auch einen Anreiz selber darüber nachzudenken.

00:22:38: Es ist für mich selbst jetzt nicht auch eine gute Gelegenheit mal zu überlegen ob ich was anderes machen möchte.

00:22:44: Das kann man leider nicht verhindern.

00:22:46: Insofern ist das ein Stück auch normal, dass Kollegen dann entscheidend zu gehen und ich respektiere da jede einzelne Entscheidung.

00:22:56: Hinter deiner Frage steckt die Frage, habt ihr eine höhere Fluktuation jetzt gerade als normalerweise?

00:23:05: Wir gucken uns die Fluktuation sehr genau an – sie ist ganz leicht höher aber nicht wesentlich höher als sie normalerweise wäre!

00:23:18: Hat das Jahr deine Art, das Team zu führen, verändertet irgendwo Tore?

00:23:25: Die Art wie man führt oder wie ich führe reflektiere ich immer mal wieder und solche großen Anlässe.

00:23:32: Das ist jetzt gerade ein großer Anlass führt auch dazu.

00:23:38: Zu hinterfragen mache ich das alles richtig wo kann was anders machen oder besser machen.

00:23:44: Und mein Fazit ist, also was ich noch mal mehr gelernt habe es ist eine Gleichzeitigkeit von einerseits Klarheit und Konsequenz und mutigen Entscheidungen voranzugehen und wirklich sehr konsequent klar entscheidet zu treffen die dann zum Teil auch weh tun und gleichzeitig nahbar zu sein, menschlich zu sein.

00:24:13: Zuzuhören und auf der emotionalen Ebene auch präsent zu sein und offen zu sein.

00:24:21: Und dieser Prozess hat mir vielleicht sogar mehr als viele andere Prozesse gezeigt dass es diese Beidhändigkeit, diese Gleichzeitigkeit braucht und das sich nicht ausschließt sondern das beides geht.

00:24:35: Wie viel Energie raubt das vielleicht zum Teil auch auf der emotionalen Ebene, den inhaltlichen sachlichen Ebenen?

00:24:44: Das kann sehr kräftig sehrend sein.

00:24:46: Wie gehst du mit dem um?

00:24:47: Ja ... Also ich bin vom Typ her eine reinische Frohnatur.

00:24:54: Ich bin mit Optimismus aber auch Hemdsärmlichkeit und ziemlich viel Energie gesegnet.

00:24:59: da bin ich erst mal froh drum.

00:25:04: Mir raubt das keine Nerven.

00:25:05: Es zerrt nicht an meinen Nerven, sondern es motiviert mich auch ganz stark.

00:25:10: wenn wir als Führungsmannschaft uns was vornehmen und die Pläne sukzessive erreichen Wenn wir auf der emotionale Ebene schwierige Entscheide fällen und das sozial verträglich mit einer transparenten und guten Kommunikation machen dann motiviert sich das eher.

00:25:29: also insofern würde ich nicht sagen, dass es Kräfte zärt.

00:25:32: Sondern mir gibt es viel Energie und dennoch auch wieder.

00:25:36: gleichzeitig muss ich natürlich schon auch schauen, das ich meine Energiereserven auftanke.

00:25:42: Und dann gehe ich raus in die Natur.

00:25:45: also für mich ist die Natur der Energielieferant schlechthin.

00:25:52: Dann gehe ich heraus in die Berge oder ans Meer.

00:25:56: Das gibt mir dann die Energie

00:25:57: zurück.".

00:25:59: Wirst du aufgehört mit dem Wissen von heute noch mal übernähen?

00:26:02: Ja.

00:26:04: Das hat sich rüberzügend tun!

00:26:06: Ja, würde ich, würde Ich also diese Aufgabe zu bekommen zwei ikonische oder zwei tradiertraditionsreiche so sag es lieber zwei traditionsreiche Unternehmen mit ikonischen marken zusammenführen zu dürfen und auch ein Stück zu beweisen, dass es mein persönlicher Ehrgeiz ist.

00:26:28: Ein Stück zu bewiesen, dass Zusammenführung von Unternehmen auch etwas anders geht als man das manchmal in der Presse liest.

00:26:36: Das finde ich eine ganz besondere Aufgabe und ich bin auch ein bisschen stolz und froh, dass sich diese Aufgabe machen dürfte.

00:26:46: Ja würde ich wieder machen!

00:26:47: Steffi, mir steuert schon auf den Schluss zu und am Schluss fange ich immer drei Sätze an, die ich frohe wäre wenn du für mich fertig machen würdest.

00:26:55: Die Integration von Hotelplan in der Tour ist für mich erfolgreich abgeschlossen, wenn?

00:27:02: Wenn die Mitarbeitenden nicht mehr von unfrüherter Hotelplan und früher bei dieser Tour sprechen sondern wir gemeinsam in der der Tour.

00:27:13: Wenn wir zwei dieses Gespräch im Jahr noch einmal führen dann möchte ich daran gemessen werden dass ...

00:27:20: Dass die Kunden happy sind das heißt der NPS zeigt, dass die Integration gut war und wir einen guten Service liefern.

00:27:31: Dass die Mitarbeiterzufriedenheit hoch ist.

00:27:35: Und natürlich unter dem Strich – Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen – sich das im Unternehmensergebnis auch bemerkbar gemacht

00:27:41: hat!

00:27:42: Und meine nächste Reise geht auf?

00:27:46: Nach Südfrankreich!

00:27:48: Schön!

00:27:48: Stefanie Schulze zur Weis.

00:27:50: Danke vielmals, dass du für travelnews Zeit genommen hast.

00:27:53: Ich wünsche private und beruflich alles Gute!

00:27:56: Vielen, vielen Dank.

00:27:57: Und euch danke vielmals fürs Zuhören.

00:28:00: Der nächste Travel-News-Tag gibt es heute in einer Woche.

00:28:03: Unteressen freuen wir uns über regelmäßige Besuche auf unserer Website travelnews.ch.

00:28:10: Ciao miteinander!

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