Touristiker vor dem Neuanfang

Shownotes

Das Reisebüro in Ennetbürgen hätte im kommenden Jahr sein 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Doch im Juli musste Inhaber Daniel Roduner nach schwierigen Monaten die Reissleine ziehen und Konkurs anmelden.

Im Podcast erzählt der langjährige Reiseprofi, wie sehr ihn der Gang zum Kantonsgericht mitgenommen hat. Er spricht offen über die ersten Wochen danach und darüber, was er rückblickend anders machen würde. Dabei übt Roduner auch Selbstkritik und räumt ein, in finanziellen Fragen oft zu kulant gewesen zu sein.

Gleichzeitig blickt er auf rund 30 Jahre in der Reisebranche und deren Blütezeiten zurück. Und er verrät, wie es für ihn beruflich weitergeht.

Zum Artikel: «Es ging ein riesiges Loch auf, in das ich hineinfiel»

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Transkript anzeigen

00:00:10: Hallo miteinander, das ist die neueste Ausgabe vom TravelNewsTag.

00:00:15: Ich bin Reto Souter, Chefredaktor von TravelNews und heute in Zengelberg in der Zentral-Schweiz.

00:00:22: Wir wissen wie es jetzt ein Reiseprofi, der seit Jahrzehnten in der Branche ist und beruflich diesen Sommer die schwierigste Zeit des Lebens durchmacht.

00:00:31: Sein Reisebüro Port Erz Ähnet-Bürgen ging Anfang Juli-Zwenzig-Sechzezwanzig Pleite.

00:00:38: Umso mehr schätze ich es, dass er zugesagt hat für unseren Podcast.

00:00:42: Herzlich willkommen im Tag Daniela Rodunner.

00:00:45: Hoi miteinander!

00:00:46: Freut mich auch.

00:00:47: Ciao Reto.

00:00:48: Dani, rund ein Monat ist es her.

00:00:51: Wolltest du dein Reisebüro dichtmachen?

00:00:53: Wie geht's dir heute?

00:00:56: Er gehört zum Schnaufen an.

00:00:57: Ich muss so sagen ... Die ersten drei Wochen waren der Katastrophen.

00:01:02: Hast du nicht mehr gewusst wie ... Was links und rechts ist, was oben und unten ist.

00:01:08: Es ist wirklich einfach ein riesiges Lachaufgang und du bist gehalten.

00:01:12: Seit jetzt knapp einer Woche geht es mir eigentlich psychisch und physisch wieder so gut, dass ich sehr gut darüber reden kann.

00:01:22: Und auch bei mir, also in Englberg würde man von jedem Ecken angesprochen werden.

00:01:28: Das hat eine Zeitbrauch, bis ich das so kenne.

00:01:30: Also ganz ehrlich bin ich ohne Ausgabe posten.

00:01:33: Echt verschänzt und schaut, dass nicht zu viele Leute über den Weg laufen in den ersten paar Tagen.

00:01:38: Ja, effektiv!

00:01:40: Ich konnte es jetzt nicht.

00:01:45: Aber der letzte drei- vier Tage bin ich oben unterwegs gewesen, werde überall angesprochen aber es geht

00:01:53: gut.

00:01:53: Wenn es für dich klar war, so kann es nicht mehr weitergehen, ich muss zutun?

00:01:59: Also die Entscheidung getroffen... Nicht mehr weiter geht, ist in der Woche vor dem Sechsten Juli passiert.

00:02:10: In den Wochen und Monaten davor haben wir schon x-mal Gedanken gemacht.

00:02:16: Wie geht es weiter?

00:02:17: Ich habe einfach gemerkt, wenn ich die Kosten, die ich bis jetzt habe, um ein halbes Jahr oder ein Jahr weiterziehen kann, dass dann der Punkt kommt, an dem ich wirklich nicht mehr bezahlen kann.

00:02:34: Der ausschlaggebende Punkt für mich war eigentlich der Ausbruch vom Irankrieg.

00:02:40: Man muss auch dazu sehen, dass wir in der Zentralschweiz oder sogar in der Innenschweiz sind, nicht weil die Oberwahlen Uri meine Hauptkunden herkommen.

00:02:50: Da denkt man teilweise auch etwas anders.

00:02:53: Das hat sich ausgesperrt, wenn ich mit meinen Branchenkollegen geredet habe.

00:02:57: Einen Tag sagte er, bei mir läuft super!

00:03:00: Und je nachdem, dass es auf die ländliche Gebiete kamen, waren sie übergleichbar wie ich.

00:03:06: Ich muss ehrlich sagen, seit dem Ausbruch vom Iran-Krieg Ende Februar hatte ich über fünfzehn Prozent Umsatz eingebussen.

00:03:14: Geht relativ abruppend auch?

00:03:16: Nein!

00:03:18: Der März ... Die Ende Februars war so und der März war noch in Ordnung.

00:03:24: Die Leute sagten, wir gehen dann im November oder Oktober Aber neue Kunden, also respektive die, die gesagt haben, wir kommen dann noch für die Ferien.

00:03:37: Die habe ich dann irgendwo wieder gesehen im Goppe oder im Volk und die haben gesagt hey Dani ja ich weiss mit ihnen eine Ferie aber weisst jetzt ist das wieder passiert?

00:03:45: Wir kommen dann!

00:03:46: Dann hast du in der Zeitung wieder gelesen dass der Treibstoff ausgeht, dass sie keine Kerosene mehr haben zum Fliegen, dann war es dort wieder verunsichert.

00:03:55: Und bei uns ist das halt schon etwas anders als in der städtischen Gebiete.

00:04:00: Du hast ja dann auch noch den einen oder anderen Rettungssanker rausgerührt.

00:04:04: Hast du zum Beispiel welche Kurzarbeit beantragen?

00:04:06: Ja,

00:04:07: korrekt!

00:04:07: Ich habe zwei Mal einen Antrag auf die Kurzarbeit im Kanton Nidwalden gestellt.

00:04:12: Es wurde aber ganz abrupt abgelehnt.

00:04:16: Das war kein Grund für eine Kurzarbeit.

00:04:20: Es gab Unternehmerrisiken und es war natürlich nicht hilfreich.

00:04:25: Ob's die Lösung gewesen wäre ... Das kann ich jetzt nicht bejahnen oder nähen.

00:04:32: Und dann kam dieser Tag, der gesagt hat, er sei so fertig?

00:04:37: Was geht denn da durch den Kopf?

00:04:40: Ich schreibe vielleicht schnell noch drei Tage voran.

00:04:44: Ich habe Unterstützung bekommen von sehr guten Branchenkollegen und ich nenne ihn nicht namentlich, aber mir hat eine Person wirklich Gewalt geholfen ... Er ist zu mir ins Büro gekommen, wir haben alles angeschaut von Zonderschnachtsoberst den ganzen Tag miteinander.

00:05:05: Wir haben verschiedene Telefonate auch noch gemacht, wo er Kontakt hatte und das besprochen hat.

00:05:14: Und dann hat man schlussendlich am Ende des Abends gesagt, es gibt eine Möglichkeit zum Witermachen, weil der Umsatz jetzt auch im ...... Der hat gelangen.

00:05:27: Das war wirklich ein sehr guter Umsatz.

00:05:30: Was mir als Ende das Genick gekostet hat, sind Fixkosten.

00:05:34: Ich hatte wirklich zu hohe Fixkisten.

00:05:37: Man spürte, dass man alles probiert und noch einmal gewälzt ist.

00:05:43: Und der gleiche Moment kam, in dem man sagte, nach alldem abklären, es geht nicht mehr.

00:05:50: Woher kommt

00:05:52: er?

00:05:52: Es war eigentlich eine Freitag vor den bekannten Mähnungen.

00:05:59: Ja, dann gehst du zum Büro-Ausenabend.

00:06:01: Du sagst, hey ... Jetzt ist es so weit!

00:06:08: Ich habe an diesem Freitag noch die erste Telefonin angemacht, weil ich nicht wusste, was überhaupt machen muss.

00:06:15: Das heisst, ich hatte eine Lehre und null Ahnung.

00:06:19: Was machst du in so einem Fall?

00:06:22: Mein erstes Telefon war aus konkursamtlichen Welten.

00:06:25: Dort haben sie gesagt ... Sie müssen jetzt sehr nachfragen.

00:06:30: Dann kommt sie zurück und sagt, so ein Fall hätte ich jetzt auch noch nie gehabt.

00:06:35: Denn der Fall kam erst zu ihnen, wenn das Gericht entschieden hat.

00:06:39: Ich soll doch im Kantonsgericht anleiten.

00:06:41: Gut, dann habe ich wieder durchgeschnauft und am Kantons-Gericht angelitten.

00:06:46: Dort bin ich wirklich sehr nicht behandelt worden.

00:06:48: Und die sind aber auch ... Im ersten Moment haben sie gesagt, einen Moment bitte!

00:06:53: Weil wir in letzter Zeit doch nicht hatten.

00:06:58: Dann hat mir dann die Kantonsrichterin zurückgeläutet.

00:07:01: Ich bin eine Stunde später auch sehr freundlich und sie hat mich persönlich gekannt, also das Büro hat sie gekannt muss ich so sagen.

00:07:10: Und ich habe ihr dann gewisse Daten angegeben, gewisse Zahlen schnell mailen usw.

00:07:15: Und dann haben wir auf eine kommende Mähndung, also auf den bekannten sechste Juli morgens zehn in einem Gerichtstermin-Vereibart kurzfristig.

00:07:23: Und dort ist, was passiert dann?

00:07:25: Vielleicht in der Kurzfassung nicht jedem Detail.

00:07:27: Aber wie muss man sich das vorstellen?

00:07:29: Ja, ich bin natürlich mit meinen Partnern da.

00:07:33: Sie kamen mit zur Unterstützung.

00:07:35: Ich schlafe nach den Vorkommen.

00:07:37: Das ist ja logisch.

00:07:38: Ich wusste nicht, was dort passiert.

00:07:42: Dann kommt sie in die Gerichtsschreibung rein und schaut mir alles an.

00:07:48: Man spricht darüber, wie man weiterfahren will.

00:07:53: Am sechsten Juli hat man dann gemeinsam beschlossen, dass wir den Konkurs über Bord eröffnen.

00:08:02: Man muss das schon ein bisschen eohren.

00:08:04: Du hast es vorher erwartet und es ist ein spezieller Fall oder da gibt's andere.

00:08:07: die haben doppelweise Betreibungen wahrscheinlich im Haus Löhne ausstehend monatelang und gönnt quasi so in Pleite und es hat sich auch nicht abzeichnet.

00:08:18: Das bei dir schon ... Das war ganz anders.

00:08:20: Ja, das war total anders.

00:08:22: Es hat auch die Richterung gesagt.

00:08:23: Sie ist extrem erstaunt gewesen.

00:08:28: Sie haben eigentlich alles richtig gemacht herunter.

00:08:33: Sie mögen sich ihr jahrzehntelange Karriere beim Kantonsgericht nicht daran erinnern, wenn der letzte Firmenin aber persönlich da erschienen sei und sagt, es geht nicht weiter.

00:08:44: Und sie hat dann auch Zahlen angeschaut, Corona-Kredite ... Sie sagten, sie haben fast alles zurückgezahlt.

00:08:51: Ich hatte keine grossen Post mehr offen.

00:08:54: Und sie sagte, dass sie stolz war auf das, was sie geleistet haben.

00:08:58: Eine wichtige Aussage, die sie gemacht hat ... Es ging mir im Gericht wirklich sehr schlecht.

00:09:05: Tränen sind gelaufen und es stand dazu.

00:09:08: Er sagte, sie müssten eine Reise versprechen.

00:09:11: Wenn sie zu dem Gerichtsaal rausgehen, gehen sie mit erhobenen Hauten raus.

00:09:14: Das ist für mich mega-mega... In diesem Moment war es stärker.

00:09:21: Wie transparent könntest du auch gegenüber den Mitarbeiter sein?

00:09:25: Wie früh kannst du sie überhaupt ins Boot holen, oder ist das also etwas halb über Kopfhalle gelaufen?

00:09:31: Sie haben es natürlich im Hintergrund mitbekommen.

00:09:34: Das muss man so sagen.

00:09:35: Ich habe auch ... So gut wie es ging, alles kommuniziert.

00:09:43: Man hat ... Ich hatte gewisse Vorkommnisse, die ich nicht auf den Detail gehen wollte.

00:09:49: Aber die Mitarbeiter haben natürlich gemerkt ... Irgendetwas stimmt nicht.

00:09:53: Wir mussten die Zahlung einmal ausschieben.

00:09:57: Aber sie waren eigentlich so weit informiert.

00:10:00: Bis zur Leider-Einmitarbeiterin ... Das ging nicht, wie sie in der Situation sofort mitbekommen hat.

00:10:10: Aber genau in diesen zwei Wochen, als meine Entscheidung gefallen ist, war sie der Ferien.

00:10:15: Ich hatte das nicht in der Ferie.

00:10:18: Leider kam sie dort morgen morgens zu arbeiten, also schön ist sie zu arbeiten und hat es dann eigentlich erfahren.

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00:11:20: Corona hat es immer nachgezogen.

00:11:21: Das ist, das hast du in der Schublade noch etwas gespürt.

00:11:25: und dann kommt die FD ein, wo ich sehr einen guten Kunde war.

00:11:27: Ich war auch immer so eine.

00:11:34: Anders muss man sich erklären, wenn ein Kunde Geld zu gut hatte aus irgendetwas draussen.

00:11:40: Der Kunde hatte das Geld sofort auf dem Konto.

00:11:43: Obwohl ich ja das nicht hatte und habe es erwartet ... Das wissen alle.

00:11:47: wie das läuft aber ... Ich habe immer im Kunde sofort das Geld zurückgezahlt.

00:11:51: Und er hat auch ... Wenn man einen ungebucht hat, wohnen sie irgendwann.

00:11:54: Das ging auf meine Kösten.

00:11:56: Das musste ich nie bezahlen.

00:11:59: Ja, aber es war natürlich ein rechter Brocken für mich, der FDP-Leiter.

00:12:05: Manchmal war es auf Deutsch gesagt vielleicht auch ein bisschen liebersich.

00:12:09: Weisst du ihm mit dem Geld?

00:12:10: Hey!

00:12:11: Ich will dich jetzt friederstellen und hast zu fest für die anderen und zu wenig für dich und fürs Geschäft

00:12:16: geguckt.".

00:12:16: Definitiv, ja.

00:12:18: Ganz ehrlich im Nachhinein.

00:12:19: Das war ich.

00:12:21: Nicht nur im Geschäft, sondern auch in meinem Privatleben.

00:12:26: Wir sagen an viele Leute, du bist so ein Flottern und ein lieber Keib.

00:12:30: Und im Geschäft hat die wahrscheinlich etwas mehr aufs Geschäft geschaut.

00:12:34: Auf mein Baby.

00:12:37: Ich habe den Kunden je nachdem Geld bezahlt, das eigentlich gar nicht gut hatte, wenn man es rechtlich angeschaut hat.

00:12:44: Aber es hat sich ausgezahlt!

00:12:47: Hat es noch Phasen gegeben?

00:12:50: Im Frühling bis zum Frühjahr, wo plötzlich wieder Phasens waren und gesagt haben, wir packen das mal.

00:12:56: Die Leute gehen wieder reisen.

00:12:59: Oder ist die Tendenzielle eine stetige Abertsspirale gewesen?

00:13:04: Nein, es gab auch zwei oder drei Gäden, in denen man wirklich sehr schöne Buchungen bekam.

00:13:10: Und wenn ich wieder denke, jetzt können sie wieder heranbringen ... Aber im Daily-Business war er auch wieder nur im Büro.

00:13:21: Und wenn das Telefon geschält, dann kam jemanden, der die anderen Gedanken

00:13:29: kam.

00:13:30: Ist es bekannt geworden, relativ bald dann auch?

00:13:33: Nachdem du auf dem Gericht warst und den Konkurs verhängt wurde.

00:13:38: In diesem Sinne ist es in der Zeit gestanden.

00:13:40: Wie sind die Reaktionen ausgefallen?

00:13:42: von Kunden, Freunden oder Kollegen aus der Reisebranche?

00:13:47: Nur positiv!

00:13:49: Ich muss ehrlich sagen – und da möchte ich mich bei allen bedanken – es war wahnsinnig.

00:13:54: Heute kommen noch E-Mails über vier bis fünf Wochen später.

00:14:00: Es sind echt hunderte von E-Mails, die kommen oder kommen und nur positiv.

00:14:05: Die bedurten alles, die haben gesagt, er sei so ein Superteam, wir hatten uns in den letzten Jahrzehnten, haben uns die schönsten Tage ermöglichten.

00:14:14: Und wenn man Probleme hatte, waren sie praktisch vierundzwanzig Stunden reichbar gewesen.

00:14:18: Und es kommt nur zu danken schön an das ganze Team und das gebe ich auch immer so weiter.

00:14:23: Das ist natürlich schon mega!

00:14:24: Mir stammt heute kein einziger Bekannt, was sich über mich ... Also, wie wir uns das Büro aufgeregt haben.

00:14:33: Ein wichtiger Punkt ist sicher auch, es gibt ja doch jetzt ein paar Leute, die bei euch gebraucht sind vor dem Konkurs.

00:14:39: Die können glaube ich jetzt wirklich alle noch verreisen und da können Sie sicherstellen, dass sie dann ihre Reise sichergestellt haben?

00:14:46: Ja, das ist richtig!

00:14:47: Ich habe in den Aussagen von der fünften Sendung ab, also per sechsten Juli.

00:14:54: Und hier reiset die letzten im siebenundzwanzig ab.

00:14:58: In Zusammenarbeit mit Star Swiss Travel Security sind dort gute Mutes.

00:15:05: Die, die gebucht haben, fliegen und können auch ganz normal in die

00:15:10: Ferien.

00:15:15: Du bist seit Jahrzehnten in der Reisebranche.

00:15:17: Dani, ich möchte gerne auf deinem Weg zurückgucken bis jetzt.

00:15:22: Wo bist du in den Tourismus eingestiegen?

00:15:25: Ich!

00:15:27: Gebt man mir gar nicht, aber ich habe eigentlich Banklehr gemacht beim Schweizer Bankverein in Zürich.

00:15:32: Ich bin aufgewachsen in Wädischwil und habe dann Bankleher gemacht.

00:15:38: Aber die Bank war nie etwas für mich.

00:15:41: Das war mir zu langweilig.

00:15:42: Ich war früher schon mit dem Interail ganz Europa auf ein Abend links-rechts mit den unmöglichsten Flugseinschaften geflogen.

00:15:50: Hier haben wir noch die Preise bezahlt.

00:15:54: Jugendtarif-Ticket in Amsterdam, für ein Wochenende.

00:15:58: Spass habe ich mit dem Kollegen.

00:15:59: Er kostete irgendwie Vierhundertsiebendste Franken.

00:16:02: Der halbe Lehrlingslohn, aber das hat man gemacht.

00:16:04: und ich bin dann nach der Bank.

00:16:06: Ich habe die Reisefachschwolle nachgemacht.

00:16:10: Da konnte man es noch am Stuck machen können.

00:16:13: Und an den Job gesucht hatte eigentlich auch noch da zumal eine Sagebook von ESCO.

00:16:21: Kennt jeder?

00:16:22: älteren Generation, hätte ich auf Basel arbeiten müssen, wäre auch kein Problem gewesen.

00:16:27: Ich hatte beim ihm Holzensagebock und bei der Kuh ein.

00:16:33: Mein Papa sagte immer immer, man muss zu einem grossen oder einen Konzern, das ist das Beste, was passieren kann.

00:16:40: nach der Bank.

00:16:42: Und dann habe ich dort mal das Travel-Inseid aufgemacht.

00:16:44: Das gab es ja hier schon.

00:16:46: Und dann ist es ins Rad drin vom Tourismusverein Engelberg, dass sie jemanden sucht, der dort oben ein Reisebüro aufbaut.

00:16:54: Da habe ich mich gemeldet.

00:16:56: Die Internet gab's noch nicht.

00:16:58: Mein Papi hat die Schweizer Kartenvertische geleitet und das erste Mal musste er zeigen, wo Englberg ist.

00:17:03: Das war wirklich so!

00:17:05: Ein paar Tage später ist mein Papi mit mir auf Englberger Hof und wir konnten vorstellen, wie er in den Job bekommen konnte.

00:17:10: So bin ich eigentlich in die Reisenbranche gelegt.

00:17:13: Und haben Sie Ihre Hoffnungen, Ihre Erwartungen gerade sofort erfüllt?

00:17:17: Oder ist alles schon ein bisschen steiniger unterwegs gewesen als du es vielleicht einmal ausgemalt hast am Anfang.

00:17:22: Nein!

00:17:23: Also am Anfang war das super.

00:17:25: Absolut genial.

00:17:26: Ich kann es nicht so jährigen daheim ausbrechen und gehe die Ganzen von daheime weg in so ein wunderschönes Tal wie Engelberg, das du ja jetzt siehst leider nicht so schön wetter.

00:17:36: Das war für mich der Oberammer.

00:17:37: Ich konnte arbeiten, ich konnte Party machen hier oben... Das war der perfekte Einstieg für mich.

00:17:44: Wie ist es weitergegangen?

00:17:46: Ich war dann dreieinhalb Jahre beim Tourismusverein angestellt.

00:17:50: In der Zwischenzeit wurde der Verein in eine Aage umgewandelt, die Aage muss natürlich den Zahlen liefern und bei einem Verein ist das einfach ein bisschen gelaufen.

00:17:59: Und dann haben die zuständigen Personen gesagt ... Ja, das Reisebüro rendiert nicht, was auch so richtig war, aber man hat sie einfach für die Bevölkerung von Engelberg.

00:18:10: die Möglichkeit anbotten.

00:18:12: Und ich bin dann gegangen, ich bekam diesen Job bei Wirts-Travel in Sarne, vielleicht auch weniger bekannt und habe dort etwas mehr als ein Jahr gearbeitet.

00:18:25: Irgendwann war es in dieser Zeit im zwölften Monat, um mich am Freitagabend am sechsten das Telefon über von einem Herr Kuster aus Engelberg, der sagt, Herr Odunner, ich brauche sie!

00:18:40: Und ich ... Ja, für was?

00:18:43: Ich habe ein Reisenbüro in einer Bürgern.

00:18:47: Ob wir uns treffen können oder nicht.

00:18:49: Dann traf ich den Kusten und erklärte mir alles, um was es geht.

00:18:53: Das Dumme war, dass ihr etwas im Folgen der Mähnungen am Abend um sechs bis sieben Scheiben gebraucht habt.

00:18:59: Ich stand als junger Pürstel mit vierundzwanzig vor einem Entscheidungsstand.

00:19:03: Was macht er so einen wie mich?

00:19:05: Ich fragte Papi.

00:19:07: Papi sagte, man kann das machen.

00:19:10: Dann habe ich angefangen zu einer Bürge.

00:19:12: Und bist du sofort als

00:19:16: Geschäftsführer angestellt worden?

00:19:17: Ja, weil das war ein Abstieg in den Asch.

00:19:19: Es hat nicht mehr richtig funktioniert, denn es waren eigentlich zwei Besitzer von diesem Büro und der eine ist kurz davor noch verstorben.

00:19:28: und dann hat sie nicht mehr wirklich funktioniert.

00:19:31: Ich bin dort ein paar Jahre angestellt als Geschäftspführer und habe die Möglichkeit bekommen, dieses Büro zu kaufen und damit mit der Hilfe meiner Eltern machen können.

00:19:42: Welches war die absolute blühten Zeit?

00:19:45: Was weisst du, dass es die beste Zeit war?

00:19:48: Die beste

00:19:48: Zeit?!

00:19:50: Wenn wir noch mal zurückgucken... Früher habe ich mal eine Bulgarierreise angeboten.

00:19:55: Ich weiss nicht, vielleicht macht sich der ein oder andere erinnern.

00:19:57: Das waren die Bulgariatours und wenn man sie jahrelang fragt, weiß ich das gar nicht mehr.

00:20:04: Aber das ist die geilste und beste Zeit.

00:20:07: Ich mag mich an einem Sommer über tausende Parteien erinneren.

00:20:11: auf das Varna geschäftelt.

00:20:14: Dort zusammen mit Balkan-Holidays in Zürich, mit Frank Kadek.

00:20:23: Das war schon cool.

00:20:24: Ich bin viel im Sommer runtergekommen, wenn die Leute hier sind und unser Bus ist voll gewesen.

00:20:31: Dort muss ich aufpassen.

00:20:32: Ist es noch im Halt?

00:20:34: Ich weiss es nicht.

00:20:35: Da sind irgendwie fünfzehn eingestiegen.

00:20:37: Bei mir sind sechszehntzige Bussen eingesteckt.

00:20:40: meine Blütenzeit war.

00:20:43: Was hat die Jahre an der Reisebranche fasziniert, dass du mit so viel Herzblut und Leidenschaft immer dabei warst?

00:20:51: Alles!

00:20:52: Also wirklich Kreuz und Quere.

00:20:54: Und vor allem auch den Zusammenhalt in der Branche.

00:20:56: Das ist schon etwas mega.

00:20:58: Wenn du ein Problem hast, kannst du jemanden anlesen, das wird dir geholfen ... Heute mit den sozialen Medien ist es noch einfacher, dann schreibe schnell rein.

00:21:07: Wer hat die Idee?

00:21:08: Wer hat den Tipp oder ich habe ein Problem?

00:21:10: Irgendeiner meldet sich und löst das ... Klar, wir hatten in diesen Jahrzehnten einen Riesungsaufwand.

00:21:19: Aber für mich war es immer klar, dass ich nie im Leben etwas anderes machen wollte.

00:21:28: Bordair hat jetzt das nächste Jahr das Fünfzeigjährige Jubiläum gefeiert.

00:21:33: Du hast es vorhin angetönt, du warst knapp dreißig Jahre dabei.

00:21:37: Wie wehtut's, dass für dieses Jubilän um nicht mehr lange nichts mehr draus wird?

00:21:42: Ich habe eigentlich das ganze Jahr, also bis im Juli habe ich mir gehofft, dass wir mindestens fünfzeigjährigen noch machen können.

00:21:52: Ich mag mich gut erinnern.

00:21:53: Vor zehn oder neun Jahren haben wir mit hundert ... In den Baden-Enenburg machte ich ein Reisenfest.

00:21:59: Es waren vierzeigjährige, mega.

00:22:03: Und das tut wahnsinnig weh.

00:22:05: Das ist die Zahl neunvierzig.

00:22:07: Zum Glück bin ich jetzt schon eine fünfte, aber ... Nein, das ist für mich die Unglückszahl im Moment.

00:22:15: Wie geht es für dich persönlich weiter?

00:22:17: Ist vielleicht noch ein bisschen früh, um das zu fragen.

00:22:19: Man ist schon klar, es ist jetzt ein Monat her.

00:22:21: Aber hast du schon Pläne?

00:22:23: Willst du in der Branche bleiben?

00:22:24: Könntest du dir auch vorstellen, ich sage jetzt, die Immobilienbranche oder ihr?

00:22:28: Ich sag jetzt einfach irgendetwas anderes zu hören.

00:22:31: Etwas Neues nochmal anpacken?

00:22:33: Ich habe mir diese Gedanken die ersten zwei Wochen natürlich gar nicht gemacht.

00:22:37: Ich hatte andere Probleme.

00:22:40: Ich habe ein Sagebot bekommen.

00:22:44: Wir haben die Leute kontaktiert, es ist lustig, Immobilien-Spreche zu anziehen.

00:22:49: Sie hat natürlich auch jemanden, der in Zengelberg kennt oder nicht waldet gut.

00:22:53: Dann kamen grosse Versicherungsfirmen, die im Hintergrund – ich sage sie ehrlich – wollen auf den Kundenstamm?

00:23:02: Das ist klar!

00:23:04: Und dann bekam ich ein WhatsApp von einer ... von einer bekannten Person, die ich gut kenne und die man auch sonst kennt.

00:23:14: Ich darf es noch nicht sagen aber ich werde am ersten Oktober in Neujopa und bleibe im Tourismus

00:23:21: erhalten.".

00:23:22: Wie gut tut das so kurz jetzt nach dieser bitteren Erfahrung schon zu wissen hey... Es geht weiter und es geht gut weiter?

00:23:30: Also mega!

00:23:32: Das war natürlich der Hammer.

00:23:34: Das ist eine halbe Woche nach dem besagten Endung.

00:23:39: Wir haben uns getroffen, wir sind jetzt Mittagessen.

00:23:43: Die Person hat mich explizit gesucht und gesagt, dass ich genau diese Musik habe auf so jemanden gewartet.

00:23:54: Für mich ist das einfach bestätigend pur für das, was ich geleistet habe.

00:23:59: Und umso mehr freue ich mich auf die Herausforderung, die mir kommt.

00:24:04: Viele andere Unternehmer im Tourismus haben das momentan ebenfalls nicht einfach, vor allem am Zusammenhang mit den Auswirkungen der Iran-Kriege.

00:24:13: Ich sehe, dass du Mittel und längerfristige Zukunft für die Betriebe in der Schweizer Reisebranche?

00:24:20: Nicht schlecht!

00:24:22: Also ich bin immer noch überzeugt, dass das Reisebüro ja jetzt in der alten Form wie ich es auch hatte – und wir sind auch noch einige Gitte und viele Gitte in der Schweiz, die gut laufen und gut rendieren.

00:24:36: Wenn die einen Fixkosten im Griff haben, bei denen ich ehrlich muss dazustehen und ich vernachlässigend habe.

00:24:45: Und gutes Personal haben und dem Personal auch wirklich anständige Löhne zahlen, was leider in unserer Branche nicht immer so etwas gegeben ist, dann können sie sehr gut weitermachen und auch überleben.

00:25:02: Trotz KANI, trotz Internet, das sah ich ja.

00:25:05: Also, es funktioniert.

00:25:07: Gibt's zurückblickende etwas, was wir anders machen?

00:25:10: Ja ... Ich habe den Finger mehr auf die Finanzen.

00:25:15: Ich muss ganz ehrlich dazu stehen, dass ich das vernachlässigen kann.

00:25:19: Das war das.

00:25:22: Dort würde ich es viel strenger in den Fingern nehmen und halt vielleicht weniger Liebe anzuspielen als der Unternehmer.

00:25:33: Da ich mich steuere, schaffe den Schluss zu.

00:25:35: Am Schluss fange ich immer drei Sätze an und bin froh, wenn du für mich wirst fertig machen.

00:25:41: Wenn ich auf meine fast dreißig Jahre bei Porter zurückgeguckt habe, bin ich besonders stolz?

00:25:47: Dass ich es dort angebrachte, wo wir waren... Also Porter ist ein Name!

00:25:54: Porter kennt man!

00:25:55: Porter ist ... Du musst nur Porter sagen.

00:25:59: Und auch mein Name.

00:26:00: Und danach hat jeder gewusst ... Und das musst du auch zuerst erarbeiten, bis du an den Punkt bist.

00:26:12: Dringend dazustehen, stehen Sie zu dieser Ski-Flage?

00:26:17: Schauen Sie mit jemandem an, der von dem ganzen Ahnung hat und wenn ihr merkt, es reicht nicht.

00:26:24: Auch wenn sie erst in sechs Monaten lang sind, möchtest du noch bremsen.

00:26:28: Löhnt euch nicht irgendwo reinlaufen, wo man nachher ein Disaster hat.

00:26:36: Ich konnte alles so weit aufgelesen, meine Kunden sind betreut und ich mache das von daheim aus aber wartet nicht zu lange.

00:26:43: Und?

00:26:44: Meine nächste Reise geht auf?

00:26:47: Weiss ich noch

00:26:49: nie!

00:26:49: Ich weiss es nicht!

00:26:51: Danke vielmals, dass du für Travelnews Zeit genommen hast.

00:26:54: Gerade in dieser schwierigen Zeit ist das überhaupt nicht selbstverständlich.

00:26:58: Ich wünsche dir privat und beruflich nur das Beste.

00:27:01: Danke, merci Reto.

00:27:03: Und euch... Danke vielmals fürs Zuhören.

00:27:05: Der nächste TravelNews-Tag gibt es heute in einer Woche.

00:27:09: Unteressen freuen wir uns über eine gute Bewertung auf der Podcastplattform und regelmässigen Besuch auf unserer Website travelnews.ch.

00:27:18: Eine schöne Woche, ciao miteinander!

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